VIRTUA FIGHTER


Verpackung

Auf der Verpackung sind zwei bunte, männliche Kickboxfiguren während eines Fights zu sehen; eine schmale Bildersequenz darunter zeigt die zehn Spielefiguren, auf denen zwei weibliche zu erkennen sind.

PC-Spiel

Die japanische Firma Sega bringt 1997 VIRTUA FIGHTER und 1998 VIRTUA FIGHTER 2 heraus, die dem Kickbox-Genre angehören. Zehn Charaktere aus vier Kontinenten treffen kampfbereit im zweiten „World Fighting Tournament“ aufeinander. In der typischen Kickbox-Seitenansicht entscheiden Geschick und Kampfstärke über Sieg oder Niederlage, und im Falle eines Sieges wird, wie auch bei den meisten anderen PC-Spiel-Genres, die entscheidene Kampfszene automatisch dreimal hintereinander aus verschiedener Perspektive wiederholt, wobei jede Gewinner-Figur andere Triumphrituale zelebriert. In VIRTUA FIGHTER 2 ist jede Figur optional anwählbar und kann prinzipiell auch gegen sich selbst antreten, wobei sie sich dann verdoppelt.

Biographien

Die zwei Frauenfiguren besitzen zunächst eine sehr knappe Personenbeschreibung, die das Geburtsdatum, die Staatsangehörigkeit, den Beruf, die Blutgruppe und das Hobby nennt. Als Weiterentwicklung in VIRTUA FIGHTER 2 gibt es Neuigkeiten zu den Frauenfiguren Pai Chan und Sarah Bryant, die anstelle des üblichen Animations-Intros durch einen Portrait-Modus visualisiert werden. Hier gibt es pseudo-fotografische Abbildungen, die durch realistische Lichtreflexe Körperteile betonen, welche mit Weichblenden voneinander getrennt sind. Alle Outfits und Szenerien des Portrait-Modus tauchen im Spiel selbst nicht wieder auf.

Die 1975 geborene Pai Chan ist ein Action-Star aus Hongkong, und die Tochter des Titelverteidigers Lau Chan. Pai besitzt den Ehrgeiz, ihren egoistischen Vater im Kampf zu besiegen. Ihre langen geflochtenen Zöpfe und ihr Overall weisen auf ein behütetes Mädchen, das Ballett tanzt, Rad fährt und unbeschwert auf dem Land lebt. Allerdings gibt es zwei Abbildungen, die sie einerseits unter der Dusche und andererseits mit einem roten, weitgeschlitzten Kleid in einem TV-Studio zeigen. Im Kampf springt sie sehr hoch, tritt, rollt ab und dreht sich schnell, macht Salti rückwärts und beherrscht Handkantenschläge sowie Faustschläge mit beiden Händen. Sie kann Gegnern den Arm umdrehen und sie über die Schulter zu Boden werfen, wobei sie einen lauten Ausruf wie im Karate üblich ausstößt. Bei abschließenden Triumphgesten reißt sie die Arme hoch, geht mit einem Bein auf die Zehenspitzen, winkelt das andere an und ruft einen asiatischen Satz. Diese Mischung aus Ballett und Karate wird durch ihre Kleidung unterstrichen, indem sie einen Kampfanzug mit Blumenmotiv und Seidenschärpe und weiße Ballerinaschuhe trägt. Im Falle des Kampfes Pai versus Pai, also der Verdopplung der Spielefigur, wechselt die Farbe ihrer Kleidung lediglich von pink zu blau und sie bekommt eine Mütze.

Ihre Freundin ist die zwei Jahre jüngere, blonde US-Collegestudentin Sarah Bryant, die Sky-Diving zum Hobby hat. Sarah wurde von einer Untergrundorganisation gekidnappt und einer Gehirnwäsche unterzogen, so dass sie ihren Bruder Jacky eleminieren möchte. Von neuen Lehrern zur ultimativen Kampfmaschine getrimmt, ist sie deutlich muskulöser und grober als Pai, besitzt lange Beine und einen großen Busen, der durch Reflexionslichter betont ist. Sie hat eine Vorliebe für die Farbe Schwarz, für Sonnenbrillen und ein geschminktes Äußeres, und posiert am Pool, am Strand oder in der Disco. Sarah ist tritt- und schlagkräftig und vermag ebenso wie Pai zu springen, boxen und Salti zu schlagen. Ihr Kampf wirkt direkter und aggressiver, was ihrem toughem Outfit entspricht: Sie trägt einen blauschwarzen, schulterfreien Overall mit Gürtel, schwarze Boots und Fingerhandschuhe. Beim Verdopplungs-Kampf ändert sich die Farbe zum Türkisen und die Kleidung wird erotischer: Die Bluse ist vorn geknotet und weit aufgeknöpft, ihr BH guckt hervor und ihr Bauchnabel ist frei. Als Gewinnergeste wirft sie ihre Arme hoch und den Kopf in den Nacken, nimmt seitliche Pin-Up-Posen ein und ruft entweder „Yahoo“ oder „You better run home to mama now“.

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Sequenz

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